PÄDAGOGIK HAIPL & HAUMER
   HOME > PÄDAGOGIK > LEHRERFORTBILDUNG
 
LEHRBUCH DESIGNREFERENZEN
LEHRERFORTBILDUNG
SCHÜLERARBEITENHOME
 
 
Als zu dem Lehrer einmal ein Junge kann, entspann sich folgendes Gespräch:
Der Junge: Ich habe den Wunsch zu lernen. Wollt ihr mich lehren?
Der Lehrer: Ich glaube nicht, dass du weißt, wie man lernt.
Der Junge: Könnt ihr mich lehren, wie man lernt?
Der Lehrer: Kannst du lernen, mich lehren zu lassen?
Das war für den Jungen eine seltsame Frage. Erst nachdem er sie verstand, wurde er zum Schüler. Vordem war er in allgemeinen Schulen gewesen, wo man glaubt, es genüge die Lehre und die Methode: wer beides kenne, sei bereits Lehrer, wer behalten und anwenden könne, ein guter Schüler. Der Junde hatte erfahren, dass auf diesem Wege meißt gleichgültige Dinge verhandelt werden.
Als der Junge sich anschickte, von seinem Lehrer Abschied zu nehmen, bat er ihn, den gemeinsamen Weg aufzuschreiben, damit auch andere ihn finden könnten.
Der Lehrer: Kann man einen Kuss durch Boten senden?
Der Junge: Er käme wohl anders an, als gemeint ist.
Der Lehrer: Genau so wenig kann ein Buch, wenn es um den inneren Wert geht, den Lehrer und die Erfahrung ersetzen.
Der Junge: Ich weiß, dass Worte nicht alles vermitteln.
Der Lehrer: Innere Erfahrung ist etwas, das einem geschieht, nicht etwas, das man jemandem geben kann, und schon gar nichts, das man durch lesen erreicht.
Der Junge: Selbst wenn einige glauben, gedruckte Erfahrungen seien wohlfeil, sollte es dich nicht hindern, unsere Gespräche aufzuschreiben. Es gibt auch andere, die sich durch ein Buch auf den Weg eigener Mühe führen lassen.
Der Lehrer: Wenn schon der Versuch gelten soll, kommt alles darauf an, dass er wahre Schüler findet. Schüler die sich lesend nicht als Leser verstehen.
Aus „Der Sprung in den Brunnen“ v. Hallfass
Pädagogisches
Institut NÖ
Designer
Natur?
Durch die
Blume gesagt
Carlo Scarpa:
„spürst
du das?“